Willkommen


... zum Jahreswechsel. Üblicherweise wünscht man sich zu dieser Zeit ein gutes neues Jahr. Tatsächlich sehen die meisten Zeitgenossen dem neuen Jahr recht optimistisch entgegen, zumindest was ihre persönliche Situation betrifft. Ich kann mich dieser Einstellung nicht anschließen, denn persönliches Wohlergehen kann auf gesellschaftlichen Lügen aufgebaut sein. Und machen wir uns nichts vor: mit solchen Lügen, falschen Versprechungen und Scheinlösungen ist unsere Gesellschaft bis zum Bersten vollgestopft.

Nein, ich kann meinen Lesern nicht mehr wünschen als dass das Jahr 2017 nur halb so beschissen ausfällt wie 2016. Mehr ist nicht drin. Also, um ein Beispiel zu bringen, nur halb so viel Fakenews und Hassmails? Nein, genau das Gegenteil. Ich wünsche, dass es 20 mal so viel von diesen kommunikativen Entgleisungen gibt, damit die Menschen endlich kapieren, was Facebook, Twitter und Co. bewirken und wie die damit verbundenen Apps funktionieren. Dann gehen sie vielleicht nur noch halb so blauäugig mit diesen Kommunikations-Missgeburten um. Das wäre schon ein schöner Erfolg im Jahr 2017.

Auf die großen Erschütterungen, die es 2016 in der Welt gab und die noch anhalten, will ich gar nicht näher eingehen. Ich kann auch keine großartigen Wünsche daran knüpfen, denn sie wären völlig unrealistisch. Solange die Welt wieder in die alten, von Macht und Einfluss beherrschten Ost-West-Kategorien zurückfällt, solange lässt sie sich nicht wirklich in Ordnung bringen. Und solange die Menschen nicht verstehen, was Europa wirklich bedeutet, solange nicht jeder Staat auf eine Führungsrolle verzichtet, solange kann es keine vernünftige Synthese von europäischen und nationalen Werten geben. Und so weiter. In diesem Sinne kann ich wirklich nur wünschen, dass es halb so schlecht kommen wird wie zu befürchten ist.

rn




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Dezember 2016