Freiheit verschachern – Wohlverhalten kaufen

Was bisher nur als potentielle Gefahr im Raum stand, wird offenbar Wirklichkeit, nämlich die Überwachung des Fahrverhaltens durch Auto-Versicherer. Eine kurze Nachricht in der heutigen Ausgabe der IVZ: Demnach plant die Huk-Coburg, die sogenannten Telematik-Tarife einzuführen. Wer umsichtig fährt, wird mit geringeren Beiträgen belohnt. Die umsichtige Fahrweise wird durch Technik überwacht, wobei vor allem das Brems- und Beschleunigungsverhalten sowie die Geschwindigkeit die maßgeblichen Kriterien sein sollen. Nebenbei zeichnet diese Technik auch noch die Routen auf, wie dem Zeitungsbericht zu entnehmen war.

Es sollte wohl jedem klar sein, dass ein solches Verfahren das Ende des solidarischen Weiterlesen

Sorglosigkeit

Die Attacken auf die weltweiten IT-Strukturen haben mal wieder ein besonders besorgniserregendes Maß angenommen. Thomas de Maizière fühlt sich folgerichtig angeregt, Maßnahmen zur Erhöhung der Netzsicherheit in die Wege zu leiten. Vorab hebt er schon mal den pädagogischen Finger: Die Betriebe und Internetbenutzer dürfen nicht so sorglos mit dem Medium Internet umgehen. Frau Slomka setzte im Heute-Journal noch einen Gedanken drauf, indem sie drauf hinwies, dass die Einstellung “Ich habe ja nichts zu verbergen” fatal sei. Recht hat sie, es ist Weiterlesen

Safety first …

Irgenwo hab ich mal folgenden Satz gelesen: “Wer Freiheit zugunsten von Sicherheit aufgibt, wird am Ende beides verlieren.”

Volltreffer, absolut richtig. Sicherheit lässt sich nur in Freiheit gewinnen. Ich will an dieser Stelle aber keine philosophischen Betrachtungen anstellen, sondern einfach nur mal zu denken geben, was wir für die Sicherheit aufs Spiel setzen oder aufgeben. Menschen werden beschnüffelt und kontrolliert; die Gesellschaft erstickt in einem Dchungel von Geboten und Verboten, Toleranzgrenzen werden immer enger gezogen, Weiterlesen

“App” – Unwort Nummer zwei

Apps sind heute allgegenwärtig. Geprägt wurde dieser Begriff vor einigen Jahren von Apple, für die mobilen “Smartgeräte” wie z.B. das iPhone. Es gibt Menschen, die meinen, das sei eine Verkürzung von “Apple”, aber das stimmt nicht. “App” leitet sich von “application” ab, und das ist die allgemeine Bezeichnung für ein Programm. Firmen wie Borland haben von Anfang an den Begriff “Programm” vermieden und sprachen stattdessen von “Anwendung”. Klingt nicht so festgelegt und starr.

Apps also für alles und jedes. Mit Apps wird telefoniert und fotografiert, bis das Weiterlesen

Camaron, verlass uns nicht …

… so äußern Europolitiker ihre Befürchtungen nach dem brillanten Wahlsieg der Tories in Großbritannien. Erst mal: Ob England in der EU bleibt oder nicht, ist einzig und allein Sache der Engländer. Wenn die Mehrheit der Briten eine Regierung wählt, die bekanntermaßen euroskeptisch ist, dann ist das bereits so etwas wie ein Referendum, das andere Staaten schlichtweg zu respektiern haben.

Dennoch verstehe ich einfach nicht, warum Europa so sehr darauf bedacht ist, die Briten in der EU zu halten. Warum?? Wenn wir ehrlich sind, müssen wir eingestehen, Weiterlesen

Die Sedosch ist endgültig beschlossen

Ich meine die Maut, nenne sie aber nach dem Verursacherprinzip einfach mal “Sedosch”. Also, der Bundesrat hat der Sedosch zugestimmt, und folglich wird sie2016 eingeführt. Somit kann ich mich als engagierter Gegner in die Rolle des Beobachters zurückziehen. Und ich verspreche, dass ich genüsslich jeden Schaden, den die Sedosch anrichten wird, kommentieren werde. Wenn, um ein Beispiel zu nennen, die Leute irgendwann erschrocken feststellen, dass sie auf den Autobahnen überwacht werden, dann werde ich mir die Hände reiben und ihnen zurufen: “Tja, ihr Dusselköppe, das hättet ihr von Anfang an erkennen können. Aber ihr wolltet ja unbedingt den Ausländern eins auswischen und habt euch von den bayrischen Sturköpfen anstacheln lassen.”

Nein, es hat keinen Zweck, sich noch weiter drüber aufzuregen. Dieses politische Schmierenstück in Form eines bayrischen Furzes stinkt zwar, aber ich halte mir einfach die Nase zu.

 

Je suis charlie – je ne suis pas charlie

Die Welle der Solidarität war groß, als vor einigen Monaten ein islamistischer Fundamentalist ausrastete und die Angehörigen einer ganzen Redaktion erschoss. Überall auf der Welt gab es Bekenntnisse zur Pressefreiheit – zu Recht. Insofern ist die Bekundung “Je suis charlie” mehr als als nur ein Beileids-Statement. Pressefreiheit, das klingt immer ein wenig abstrakt, so als berührte es die einzelnen Menschen nicht so richtig. Dennoch ist Pressefreiheit in einer demokratischen Gesellschaftsordnung wichtig – überlebenswichtig. Pressefreiheit garantiert die andere Meinung und schützt Weiterlesen